Fisch grillen

Fisch ist die perfekte Variation für alle, die die Nase voll haben von Schwein, Rind, Geflügel, Würstchen und was sich sonst noch so alles auf unseren Grills finden lässt. Daher erfreut sich das Fisch grillen an zunehmender Beliebtheit. Der Trend geht dabei hin zu leckeren mediterranen Fischspezialitäten. Da frischer Fisch sehr leicht ist, ist er eigentlich perfekt für den Sommer und das Grillen geeignet. Ob ihr ihn nun am liebsten, im Ganzen, gefüllt oder gerollt oder einfach nur lecker mariniert mögt, ist ganz egal, es schmeckt einfach immer super!

Es gibt jedoch auch hier einiges auf das geachtet werden sollte, damit der leckere Fisch nicht zum Grill-Flop mutiert. Aber keine Sorge dafür sind wir ja da. Hier findest du alles wissenswertes, vom Kauf und Lagerung, über Zubereitung und Grillen ist alles dabei.

Also die aller erste Frage die man sich stellen muss, welcher Fisch darf es denn sein? Die Auswahl ist absolut riesig. Denn prinzipiell kann fast jeder Fisch gegrillt werden, er sollte aber festfleischig und fettreich sein, damit ihr nachher nicht auf Gummi kauen müsst.

Fischarten die sich besonders gut zum Grillen anbieten sind:

  • Heringe
  • Makrelen
  • Forelle
  • Sprotten
  • Schwertfisch
  • Rote Meerbarbe
  • Aal
  • Rotbarsch
  • Wolfbarsch
  • Dorade
  • Thunfisch
  • Heilbutt
  • Lachs

Wer es dann doch lieber etwas ausgefallener und dekadenter mag, der kann ja auch einfach folgende Delikatessen mal ausprobieren:

  • Garnelen
  • Scampi
  • Tintenfischt

Und wie lange kann man so einen Fisch aufbewahren?

Bei Fisch ist es wichtig zu berücksichtigen, dass dieser sehr schnell verdirbt. Daher sollte er am besten an dem Tag erst gekauft werden, an dem er zubereitet und gegrillt werden soll. Leider ist dies ja nun nicht immer möglich, ihr müsst aber wenn ihr sonntags grillen wollt, nicht auf euren leckeren Fisch vom Grill verzichten. Wenn man ihn auspackt, in ein neutrales Gefäß legt und mit Folie und Eis bedeckt, hält er sich auch noch einen Tag im Kühlschrank. Wer noch tiefgekühlten Fisch in der Truhe hat, kann den natürlich auch auf den Grill legen, nachdem er aufgetaut wurde. Hier sollte aber unbedingt das Haltbarkeitsdatum berücksichtigt werden.

Woher ihr erkennt, dass der Fisch beim Kauf noch frisch ist?  – Da können wir ihnen ein paar Anhaltspunkte nennen.

Zunächst einmal solltet ihr auf den Geruch des Fisches achten, denn was viele nicht wissen, ein fischiger Geruch ist nicht unbedingt ein Zeichen dafür das der Fisch noch besonders frisch ist. Generell gilt, ob Fischfilet oder ganzer Fisch, er sollte feucht glänzen. Bei ganzem Fisch bietet es sich außerdem an, die Schuppen zu betrachten, im Idealfall sollten diese an der Fischhaut anliegen. Außerdem sollte der Fisch auch keine Druckstellen aufweisen. Möchten sie einen ganzen Fisch kaufen, können auch die Augen als Frischeindikater herangezogen werden, diese sollten klar und rund sein. Sie sollten die Kiemenblätter des Fisches mit Leichtigkeit erkennen können und diese sollten eine rote bis roßa Färbung auffweisen und im Idealfall beim Öffnen noch Schleinfäden ziehen. Betrachten sie auch immer die Bauchhöhle bei ausgenommenen Fischen, sie sollte sauber und geputzt sein.

Sind diese Indikatoren gegeben müsst ihr euch keine Sorge um die Frische des Fisches mehr machen.

Marinieren oder nicht?

Vor dem Grillen muss der Fisch natürlich mariniert werden, wenn dies nicht schon beim Kauf der Fall ist. Für Fisch bieten sich am besten flüssige Marinaden an, in denen er mindestens zwei bis drei Stunden liegen sollte. Während dieser Zeit sollte der Fisch ab und zu gewendet werden, damit die Marinade gut einziehen kann. Um das Aroma noch zu verstärken sollte der Fisch im Vorfeld auf jeder Seite ein paar mal eingeschnitten worden sein, so kann die Marinade gut einziehen.

Jetzt reden wir hier die ganze Zeit von Marinade, aber welche Kräuter passen denn überhaupt zu Fisch? Probiert doch einfach mal Dill, Knoblauch, Estragon oder Petersilie zu einer Öl-, Wein-, Sojasauce oder Essigbasierten Marinade – das wird euch mit Sicherheit schmecken! Wem die Zeit für eine selbstgemachte Marinade fehlt, der kann den Fisch auch einfach einschneiden und in diese Einschnitte Zitronen- oder Limettenstücke und verschiedene Kräuter legen. Oder probiert doch mal gewürzte Butter aus! Lasst eurer Phantasie einfach freien Lauf.

Das wichtigste überhaupt – was muss beim Fisch grillen beachtet werden?

Beim Fisch grillen ist Feingefühl euer bester Freund! Denn Fisch verbrennt sehr leicht, oder trocknet aus, manche Fischsorten bröckeln auch auseinander wenn sie gegrillt werden.

Um dem vorzubeugen sollte der Rost auf dem gegrillt wird, hoch genug über der Glut hängen, somit wäre as Problem der Austrocknens und Verbrennens schonmal etwas minimiert. Um den Fisch schön saftig zu halten, sollte er nach Möglichkeit nur einmal gewendet werden.

Ein weiterer guter Freund ist Öl. Den Fisch und den Grillrost vor dem Grillen schön mit Öl bestreichen, damit die Haut nicht hängen bleibt, das macht nicht nur den Fisch leckerer sonder erspart auch einiges an Zeit beim Säubern des Grillrostes. Für kleinere Teile wie Garnelen oder Scampi bieten sich Spieße besonders gut an, damit die Stücke nicht durch den Rost rutschen und in die Glut fallen. Wem die Spieße oder das Öl ausgegangen ist, der kann den Fisch aber auch einfach in Alufolie einpacken.

Wer aber auf Nummer sicher gehen will, der hat natürlich die Möglichkeit sich bestimmtes Zubehör zum Fisch grillen zu kaufen. Zu empfehlen sind hier Fischgrillgitter, bestimmte Wenderoste und eine Fischgrillzange kann auch immer ganz hilfreich sein.

Das ist mir viel zu viel Arbeit!

Na wenn das so ist, ihr aber trotzdem gerne Fisch grillen wollt, gibt es hier auch eine einfachere Alternative. Viele Supermärkte bieten schon fertig eingelegte oder gewürzte Fische an, die müssen dann nur noch gekauft und gegrillt werden ohne das ganze drum herum!

Na dann steht doch dem Grillspaß nichts mehr im Wege.